Allgemeines
Fehl­stellungen
Erwachsene
Weisheits­zähne
Risiken
Notfall
FAQ zur Zahnspange

FAQ

Die wichtigsten Fragen zu Zahnspangen

Die Kieferorthopädie ist ein weitläufiges Gebiet, dass bei Patienten oftmals viele Fragen aufwirft.

Wir räumen auf mit Halbwissen und falschen Informationen: Hier finden Sie häufig gestellte Fragen unserer Patienten und beantworten Ihnen alles zum Thema Zahnspange!

  • Allgemeines zur Kieferorthopädie
  • Die häufigsten Fehlstellungen
  • Erwachsene beim KFO
  • Weisheitszähne und Zahnspange
  • Risiken und Nebenwirkungen
  • Notfall
Allgemeines zur Kieferorthopädie

Kieferorthopäden sind Zahnärzte, die nach dem Studium eine vierjährige Weiterbildung zum Fachzahnarzt für Kieferorthopädie absolviert haben.

Die Kieferorthopädie als Teilgebiet der Zahnmedizin beschäftigt sich mit der Erkennung und Behandlung von Zahn- und Kieferfehlstellungen.

Ziel für uns als Kieferorthopäde ist ein gesunder Biss. Für den dauerhaften Behandlungserfolg sind umfangreiche und genaue Kenntnisse der Wachstumsvorgänge im Kiefer- und Gesichtsbereich sowie der Zahnentwicklung notwendig.

Kieferorthopädie ist Prophylaxe! Eine gute Zahn- und Kieferstellung sieht nicht nur schön aus, sondern garantiert auch ein voll funktionsfähiges Gebiss bis ins hohe Alter.

Wenn eine gesunde Verzahnung nicht gegeben ist, kommt es zu Fehlbelastungen. Die Zähne nutzen sich zu früh ab, das Zahnfleisch bildet sich zurück und die Zähne sitzen zu locker im Gebiss. Dadurch wird Karies und Parodontitis begünstigt. Es kann aber auch zu Knackgeräuschen und Muskelverspannungen kommen, die oftmals Verursacher von Kopf- und Kiefergelenkschmerzen sind. Patienten mit einer guten Verzahnung klagen deutlich seltener über solche Symptome.

Ziel der Kieferorthopädie ist es also, eine schöne Zahn- und Kieferstellung herzustellen, die eine maximale Lebensdauer der Zähne ermöglicht und die Kiefergelenke schont.

Kommen Sie in unsere Kieferorthopäden-Praxis und sprechen Sie offen über Ihre Ängste! Wir bemühen uns sehr um Einfühlsamkeit und gehen auf Ihre Sorgen und Probleme ein.

Auf Angstpatienten nehmen wir besondere Rücksicht. Es gibt verschiedene schmerzarme Techniken, die solchen Patienten ihre Angst nehmen und deren kieferorthopädische Behandlung leichter erträglich machen kann. Unsere Erfahrung zeigt, dass die Patienten schon nach wenigen Terminen ausnahmslos sehr routiniert zu uns in die Sprechstunde kommen.

Darüber hinaus können Sie sich im Internet austauschen:
Foren zum Thema Kieferorthopädie und Zahnspange bieten allgemeine Informationen und Hilfestellung von Patienten, die Ihre Behandlung bereits erfolgreich abgeschlossen haben. Hier mehr dazu

In der Kieferorthopädie unterscheidet man zwischen Fehlstellungen der Kiefer (die Position der Kiefer zueinander stimmt nicht) und Fehlstellungen der Zähne (die Position der Zähne innerhalb eines Kiefers stimmt nicht).

Schiefe Zähne können vererbt werden oder durch falschen Umgang mit ihnen hervorgerufen werden.

Zahn- und Kieferfehlstellungen können vererbt werden oder entstehen durch Fehlverhalten wie Daumenlutschen.

Der vorzeitige Verlust eines Milchzahns kann ebenfalls die Ursache für die Entwicklung einer Fehlstellung sein. In solch einem Fall sollte unbedingt rechtzeitig ein Lückenhalter angefertigt werden.

Zahnkorrekturen bei schiefen Zähnen

Ist bei mir eine kieferorthopädische Behandlung notwendig?

Die kieferorthopädische Behandlungsbedürftigkeit sollte individuell durch einen Fachzahnarzt für Kieferorthopädie abgeklärt werden.

Entscheidend ist dabei nicht der Grad der momentan vorliegenden Abweichung vom Normzustand, sondern die Prognose zukünftiger Entwicklungen und möglicher Komplikationen am Gebiss.

Fragen zur Zahnspange bei Jugendlichen.

In welchem Alter sollte eine kieferorthopädische Behandlung durchgeführt werden?

Eine kieferorthopädische Behandlung kann in jedem Alter durchgeführt werden:

 

Erwachsene
Jugendliche
Kinder

Erwachsene beim Kieferorthopäden

Karriere und Erfolg hängen oft von Überzeugungskraft und Ausstrahlung ab – Perfekte Zähne unterstützen ein berufliches Weiterkommen und private Chancen.

Wir als Kieferorthopäden beraten gerne zum Thema Erwachsenenbehandlung mit unsichtbaren Zahnspangen.

Kieferorthopädie für Jugendliche

In der Regel werden die meisten kieferorthopädischen Behandlungen im Alter von zehn Jahren begonnen.

Der Körper befindet sich hier am stärksten im Wachstum, so dass die Behandlung von Fehlstellungen am günstigsten sind.

Fragen zur Zahnspange bei Kindern

Kinder beim Kieferorthopäden

Wenn die Kieferentwicklung durch eine Zahnfehlstellung beeinträchtigt wird, kann schon im Alter von sieben Jahren eine kieferorthopädische Behandlung notwendig sein, um bleibende Wachstumsschäden zu vermeiden.

Ein typisches Beispiel hierfür sind Kreuzbisse, bei denen die Unterkiefermitte verschoben ist.

Schon gewusst?

Sowohl Privatpatienten, als auch Kassenpatienten, können problemlos ohne Überweisung zum Kieferorthopäden gehen.

Die häufigsten Fehlstellungen

Ist es möglich, eine Online-Diagnose zu erstellen?

Die seriöse Beurteilung und Einschätzung von Zahnfehlstellungen kann nur persönlich durch einen zugelassenen Arzt vorgenommen werden. Deshalb möchten wir Ihnen an dieser Stelle einen ersten informativen Überblick über die häufigsten Zahnfehlstellungen geben. Hierbei handelt es sich um klassische Einteilungen, die nicht unbedingt genauso auftreten müssen oder auch in Mischformen vorkommen.

Falls Sie sich in den Bildern wiedererkennen, sollten Sie einen Besuch beim Kieferorthopäden auf jeden Fall in Erwägung ziehen.

Wir beraten Sie gerne unverbindlich und für Sie kostenlos zu einer Zahnkorrektur in unserer Praxis und zeigen Ihnen dabei Ihre persönlichen Möglichkeiten auf.

Rückbiss
Vorbiss
Tiefbiss
Engstand
Lücken
Kreuzbiss
offener Biss
Überbiss beheben

Was ist ein Rückbiss?

Beim Rückbiss ragt der Oberkiefer zu weit über den Unterkiefer, so dass die oberen Schneidezähne bei geschlossenem Kiefer „in der Luft schweben“: Die unteren Schneidezähne werden nicht berührt.

In extremen Fällen überdecken die oberen Frontzähne sogar die untere Zahnreihe so, dass sie nicht mehr zu sehen ist (Tiefbiss). Auch die sogenannten „Hasenzähne“ sind eine Form des Rückbisses.

Hier können Sie an Fallbeispielen sehen, wie ein Rückbiss problemlos behoben werden kann.

Vorbiss beheben

Was ist ein Vorbiss?

Bei dieser Fehlstellung steht der Unterkiefer vor dem Oberkiefer, sodass die unteren Schneidezähne einen Teil der oberen Schneidezähne abdecken. In der Fachsprache nennt man diese Zahnfehlstellung „Progenie“.

Falls ein Vorbiss vorliegt, sollte schnellstmöglich behandelt werden. Das Oberkieferwachstum muss gefördert und das Unterkieferwachstum gehemmt werden. Mit fortschreitender Wartezeit erhöhen sich Dauer und Aufwand der kieferorthopädischen Behandlung.

Erfolgreich behandelte Fälle von Vorbiss.

Überbiss beheben

Was ist ein Tiefbiss?

Beim Tiefbiss beissen die oberen Zähne zu weit über die unteren und können diese sogar komplett verdecken. Die Zähne werden nicht richtig belastet und nutzen sich unnormal ab. Ein tiefer Biss kann auch Kiefergelenksprobleme verursachen oder mitbegünstigen. In Extremfällen beissen die unteren Schneidezähne in den Gaumen und verursachen dort Entzündungen.

Wie sich ein Tiefbiss erfolgreich behandeln lässt, sehen Sie beim Klick auf den Link.

Engstand beheben

Was ist ein Engstand?

Hierbei haben die Zähne zu wenig Platz im Kiefer, weil dieser entweder zu schmal ist, die Zähne im Verhältnis zu groß sind oder Backenzähne von hinten auf die Zahnreihen drücken. Die eingeengten Zähne positionieren sich platzsparend. Sie sind verdreht, krumm und stehen in „zweiter Reihe“ wie bei einem Haifisch. Oftmals sind die Eckzähne von diesem Platzmangel betroffen, sodass typische „Vampirzähne“ entstehen.

Sehen Sie hier, wie sich Engstände erfolgreich behandeln lassen.

Zahnlücken beheben

Was sind Lücken?

Manchmal entstehen Lücken im Gebiss, obwohl alle Zähne vorhanden sind. Grund dafür sind Zähne, die im Verhältnis zum Kiefer zu klein sind. Der Kiefer kann allerdings auch zu breit sein. In manchen Fällen sind Zähne aber auch einfach genetisch nicht angelegt.
Im Ergebnis entsteht zu viel Platz im Kiefer. Die Zähne können sich beim Kauen nicht mehr gegenseitig abstützen um die Belastung gleichmäßig zu verteilen.

So werden Zahnlücken geschlossen

Kreuzbiss beheben

Was ist ein Kreuzbiss?

Beim Kreuzbiss beißen die oberen Zähne innerhalb der unteren Zähne (der Oberkiefer ist zu schmal), sodass die malmende Funktion der Backenzähne stark beeinträchtigt ist. Es kann aber auch vorkommen, dass der komplette Unterkiefer schief zum Oberkiefer steht. Ist der Kreuzbiss nicht so stark ausgeprägt, stehen die Zähne Kante auf Kante (Kopfbiss).

Die gelungene Behandlung eines Kreuzbisses sehen Sie beim Klick auf den Link.

offener Biss beheben

Was ist ein offener Biss?

Beim offenen Biss bildet sich beim Zusammenbeißen ein Loch zwischen den oberen und unteren Frontzähnen, seltener auch zwischen den seitlichen Zähnen.

Das Abbeißen wird dadurch enorm erschwert, auch Lispeln und die Mundatmung werden durch den offenen Biss begünstigt. Ursache für diese Fehlstellung ist oft das Daumenlutschen im Kindesalter.

Schließung eines offenen Bisses

Welcher Zahnspangen-Typ bin ich?

Ob Kind, Jugendlicher oder Erwachsener – bei vielen ist eine kieferorthopädische
 Korrektur erforderlich. Doch welche Zahnspange passt am besten: Eine lose, eine feste oder eine unsichtbare?

Mit dem interaktiven Zahnspangen-Selbsttest bieten wir Allen die Möglichkeit, schnell zu beurteilen welcher Zahnspangen-Typ Sie oder Ihre Kinder sind.

Zahnkorrektur zur Hochzeit
Kieferorthopädie bei Erwachsenen

Ja, eine kieferorthopädische Behandlung ist auch für Erwachsene möglich. Wir bieten diese auch in unserer Praxis in Kirchheim an.

Durchaus. Rund ein Drittel der Erwachsenen hat eine Fehlstellung mit Korrekturbedarf. Meist führt der Wunsch nach einem strahlenden Lächeln die Erwachsenen zum Kieferorthopäden. Etwa 80 Prozent der erwachsenen Patienten lassen sich aus diesem Grund behandeln.

Es gibt aber auch zahngesundheitliche Argumente für eine Behandlung im Erwachsenenalter: Sehr viele erwachsene Patienten kommen zu uns, weil sie bemerken, dass sich ihre Zähne immer mehr verschieben. Oft wurde versäumt, eine Behandlung im Kindesalter durchzuführen oder es wurde nicht richtig behandelt.

Es ist bekannt, dass die Zahnfehlstellung im Laufe der Jahre zunimmt, wenn die Zähne einmal aus ihrem Gleichgewicht gekommen sind. Die einzige Möglichkeit hier gegenzusteuern besteht in einer kieferorthopädischen Behandlung mit nachfolgender Stabilisierung des Behandlungsergebnisses.

Zahnkorrekturen sind auch sehr sinnvoll, um eine optimale Grundlage für eine spätere Prothetik zu schaffen. Sie begradigen schiefe Zähne und verhindern dadurch Karies und Zahnfleischentzündungen. Die Abnutzung der Zähne wird reduziert. Die Lockerung von Zähnen durch poröse Kieferknochen lässt sich mit Hilfe der Kieferorthopädie ebenfalls verzögern. Zahnprothesen werden insgesamt erst zu einem späteren Zeitpunkt nötig.

Weitere Informationen hier.

Für Zahnspangen gibt es keine Altersbegrenzung. Wichtig ist ausnahmslos, dass der Patient ein gesundes Gebiss, Zahnfleisch und einwandfreie Kiefer hat. Bei Entzündungen und Knochenerkrankungen kann eine Vorbehandlung durch den Hauszahnarzt erforderlich sein.

Wir können Sie gerne beraten, inwieweit eine Vorbehandlung bei Ihnen persönlich notwendig oder sinnvoll ist.

Grundsätzlich dauert die kieferorthopädische Behandlung bei Erwachsenen etwas länger als bei Kindern, da Erwachsene bereits einen gefestigten Kieferknochen haben und die Zähne sich darin etwas langsamer zurecht schieben lassen.

Sie können normalerweise mit einer Behandlungsdauer von zirka 2½ Jahren rechnen. Es gibt aber auch Behandlungen, die schon nach zirka neun Monaten erfolgreich beendet werden können. Besonders schwierige Fälle hingegen können auch mehr als drei Jahre in Behandlung sein.

Durch unsere digitale Abdruckerstellung verringert sich bei Invisalign Ihre Behandlungsdauer um bis zu vier Wochen.

Sie haben den Wunsch, Ihre Behandlung auf einen bestimmten Termin hin zum Abschluss zu bringen – beispielsweise einen Auslandaufenthalt oder eine Hochzeit? Wir akzeptieren Ihre Wünsche und gehen darauf ein.

Gibt es Unterschiede bei kieferorthopädische Behandlung zwischen Kindern und Erwachsenen?

Das Erwachsenengebiss weist bezüglich Zahnfehlstellungen keinerlei Unterschiede zu Kindergebissen auf.

Gibt es wirklich unsichtbare Zahnspangen?

Ja, die gibt es! Der Effekt der wird mit verschiedenen kieferorthopädischen Methoden erzielt:

Lingual­technik

Es gibt nicht nur die von außen aufgeklebte Zahnspange, sondern auch Apparaturen, die von innen aufgeklebt werden und Lingual­brackets genannt werden. Sie sind also „unsichtbar“ und können nur bei sehr weit geöffnetem Mund gesehen werden. Wir verwenden die ultradünnen Brackets von Incognito.

Invis­align

Des Weiteren besteht die Möglichkeit, Invisalign anzuwenden. Bei dieser Technik werden transparente und herausnehmbare Kunststoffschienen angewandt, die die gleiche Wirkung erzielen wie eine festsitzende Zahnspange. Auch sie sind beinahe unsichtbar und fallen kaum auf.

Teil­spange

Als dritte Möglichkeit ist es manchmal möglich, eine feste Spange nur seitlich oder zu kleben, um lokal Probleme zu behandeln. Da sich die Brackets bei der Teilspange nur im Seitenbereich befinden, sind sie auch bei leicht geöffnetem Mund unsichtbar und kostengünstiger als eine komplett unsichtbare Spange.

Minipins

Oftmals hilft uns bei der Teilspange der Einsatz von Minipins. Sie werden direkt im Kieferknochen verankert und ermöglichen in diesem Fall erst die Behandlung. Im EInzelfall ermöglichen Minipins in Kombination mit speziellen Apparaturen auch eine unsichtbare Behandlung im Gaumenbereich.

Unsichtbare Zahnspange für Erwachsene

Muss man bei der Erwachsenenbehandlung operieren?

Bei normalen Zahnfehlstellungen ist keine Operation notwendig. Bei extremen Kieferfehlstellungen sind Operationen jedoch nicht ausgeschlossen. Ein chirurgischer Eingriff kann den Kiefer in die gewünschte Position bringen, um ein optimales Profil zu schaffen. Kieferfehlstellungen sind also bei Erwachsenen etwas schwieriger zu beheben als bei im Wachstum befindlichen Kindern und Jugendlichen. Das gewünschte Ergebnis kann aber in jedem Fall erzielt werden.

Vor einem kieferchirurgischen Eingriff müssen die Zähne optimal ausgerichtet werden. Erst dann ist ein Eingriff sinnvoll.

Werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen?

Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten für Erwachsene nur dann, wenn eine kieferorthopädische Behandlung mit kieferchirurgischem Eingriff nötig ist. Private Krankenkassen zahlen je nach Tarif und Versicherungsvertrag des Patienten.

Weitere Informationen finden Sie unter Finanzierung, oder machen Sie unseren Zahnspangen-Kosten-Test.

Weisheitszähne bei fester Zahnspange
Weisheitszähne und Zahnspange

Nein. Es gibt Menschen, die haben alle vier, manche weniger und manche gar keine Weisheitszähne. Das unterschiedliche Vorkommen von Weisheitszähnen ist evolutionär bedingt. Sie sind ein Relikt von den Urmenschen, die früher überwiegend rohe und zähe Nahrung zu sich nahmen. Daher brauchten sie mehr Zähne. In der Evolutionsgeschichte wurden die Weisheitszähne immer unnötiger und verkümmerten allmählich. Das erklärt auch, warum die Anzahl der Zähne schwankt.

Grundsätzlich ist der Weisheitszahn kein Störfaktor. Sofern genügend Platz für die durchbrechenden Zähne ist, muss man den Weisheitszahn nicht ziehen. Droht er allerdings schief herauszuwachsen, gar verdreht zu sein oder einen Zahn des gegenüberliegenden Kiefers zu behindern, dann sollte er  durch einen kleinen Eingriff entfernt werden.

Am Ende der Behandlung bekommen Sie von uns einen Hinweis, ob die Weisheitszähne entfernt werden müssen oder ob diese im Kiefer bleiben können. Während der Behandlung können sie hilfreich sein und noch gebraucht werden.

Oftmals werden nach einer kieferorthopädischen Behandlung die Weisheitszähne für Verschiebungen verantwortlich gemacht.
Sie können Verursacher sein. Generell sind sie aber selten dafür verantwortlich, da sie bei ausreichend Platz keinerlei Druck auf die Zahnreihen ausüben.

Häufiger besteht das Problem darin, dass gedrehte und verschobene Zähne immer wieder versuchen, in die ursprüngliche Position zurück zu kommen, wenn man sie nicht in ihrer neuen Lage für längere Zeit stabil hält (Rezidiv). Wegen der besonderen Kieferstruktur nimmt im Jugendalter der Lippendruck, besonders bei Mädchen, zu. Diesen Druck kann die Zunge nicht mehr ausgleichen. Auch dadurch kommt es zu ungewollten Zahnverschiebungen.

Risiken und Nebenwirkungen

Eine kieferorthopädische Behandlung birgt, wie auch jede andere ärztliche Behandlung, bestimmte Risiken und Nebenwirkungen. Dazu gehören:

Zahnab-lagerungen
Zahnver-schiebung
Allergien + Schmerzen

Ablagerungen am Zahn

Was ist mit Karies und Entkalkungen?
Die Zähne werden nicht durch die kieferorthopädischen Apparaturen geschädigt. Allerdings ist es schwieriger die Zähne mit eingesetzten festen Zahnspangen zu reinigen. Außerdem behindern eingesetzte Apparaturen die natürliche Selbstreinigung in der Mundhöhle. Daher muss nach jedem Essen, auch nach Zwischenmahlzeiten, auf sorgfältige Mundhygiene geachtet werden. Wird diese unterlassen, so bilden sich weißliche Beläge (Plaque) schneller. Dies führt im späteren Verlauf zu Entkalkungen und daraufhin zu Karies. Folglich liegt die Zahngesundheit ganz in der Verantwortung des Patienten. Um gegen Nebenwirkungen durch Plaque und Karies vorzubeugen, tragen wir auf Wunsch vor dem Einsetzen fester Spangen eine flouridhaltige Schutzschicht auf (Oberflächenversiegelung). Sie schützt vor Zahnschmelzschädigungen, ersetzt aber nicht die Mundhygiene.Bitte beachten Sie, dass der Hauszahnarzt auch während der Kieferorthopädie zweimal pro Jahr aufgesucht werden muss.

Was sind Resorptionen (Abbauvorgänge der Zahnwurzeln)?
Sehr selten verändern sich die Zahnwurzelspitzen während der Umbauvorgänge im Kiefer. Da sich der Kiefer stets (auch ohne Kieferorthopädie) den Bissgewohnheiten und anderen Veränderungen anpasst, können solche Wurzelrückbildungen auch unabhängig von der Zahnspange durch andere Ursachen hervorgerufen werden. Besonders bei Zahnbewegungen, welche durch mangelhafte Mitarbeit des Patienten hervorgerufen werden (wie z. B. Rückverschiebungen in Richtung Ausgangszustand durch mangelhaftes Tragen der Zahnspange oder Aussetzen der Behandlung) besteht für Wurzelrückbildungen ein erhöhtes Risiko.Die Risiken der Resorption sind bei den herkömmlichen Bögen (das sind die Drähte, welche die Zähne verbinden) höher, als bei den neuartigen thermoelastischen Bögen: Wenn nämlich zu viel Kraft auf die Zähne ausgeübt wird, erhöht sich das Risiko der Wurzelrückbildung durch die Kieferorthopädie. Da nur die thermoelastischen Bögen eine genau dosierte Kraftabgabe ermöglichen, ist eine Zahnspange mit diesen Bögen sicherer als mit den herkömmlichen Stahldrähten. Nebenwirkungen bei thermoelastischen Bögen sind seltener, jedoch nicht ganz auszuschließen.

Weitere Informationen dazu finden Sie in unter Behandlungsablauf.

Stabilisierung nach der Zahnspange

Veränderung der Zahnstellung

Gibt es ungünstige Verschiebungen während der Wachstumsphase?
Es kann unter Umständen vorkommen, dass sich während der Wachstumsphase ein zu der Zahnspange unpassendes Kieferwachstum ergibt. Solche Nebenwirkungen lassen sich therapeutisch kaum beeinflussen. Durch zusätzliche Diagnostik während der Behandlung können wir jedoch erkennen, wie sich der Kiefer verändert und wie die Behandlung im Verhältnis zu diesen Veränderungen Fortschritte macht. Solche Veränderungen können sowohl das Ergebnis, wie auch die Behandlungsdauer beeinflussen.

Gibt es Rückbildungen der Zahnstellung nach Abschluss der Behandlung?
Nach Abschluss der Behandlung (Retentionsphase) neigen die Zähne dazu, sich wieder in die ursprüngliche Stellung zurück zu verschieben. Daher erhalten unsere Patienten zum Behandlungsende eine durchsichtige und komfortable Halteschiene für nachts, sowie einen unsichtbaren Haltedraht (Retainer) auf der Innenseite der Zähne. Dieser Haltdraht fixiert die therapeutisch erreichte Zahnstellung im Bereich der durch die Kieferorthopädie besonders gefährdeten Frontzähne.
Der Retainer ist in den ersten Jahren nach der Zahnspange besonders wichtig und verhindert ungewolltes Zurückwandern der Zähne in die Ausgangsstellung. Bei ungünstigen Erbanlagen oder anderweitigen Einflüssen kann unter Umständen das lebenslange Tragen der Retainer notwendig sein. Falls sich durch eine spätere zahnärztliche Behandlung das Durchtrennen des Haltedrahtes nicht vermeiden lässt, liegen die Risiken in der Verantwortung des Patienten: Er sollte mit uns Rücksprache halten.

Ist eine Zahnlockerung bedenklich?
Bei der kieferorthopädischen Behandlung werden Zähne im Kieferknochen durch die Zahnspange verschoben. Bedingt durch die Verschiebung stehen die Zähne während der Behandlung nicht so fest wie sonst und lockern sich etwas. Nach Ablauf der Behandlung normalisiert sich dies wieder und die Zähne erhalten Ihren ursprünglich festen Sitz wieder zurück.

Keine Angst vor der Zahnspange!

Allergien und Schmerzen

Was tun bei einer Zahnfleischentzündung?
Die Kieferorthopädie wirkt durch Zug- und/oder Druckkräfte auf die Zähne. Diese sind im Kiefer verankert, eingebettet im Zahnfleisch. Entzündungen des Zahnfleisches entstehen meist durch mangelhafte Zahnpflege. Während der Behandlungsdauer muss sich das Zahnfleisch den sich bewegenden Zähnen anpassen und ist daher empfindlicher als vorher. In solchen Fällen werden unsere Patienten, bevor weitere Nebenwirkungen auftreten, zu sorgfältigerer Zahnpflege angehalten und zur erweiterten Behandlung / Vorsorge zum Hauszahnarzt überwiesen.

Sind Schmerzen normal?
Bedingt durch die Krafteinwirkung der kieferorthopädischen Apparatur, können in den ersten Tagen der Behandlung Schmerzen entstehen. Diese Schmerzen sind Nebenwirkungen und ein Hinweis darauf, dass die Zahnspange wirkt. Fehlen diese Schmerzen gänzlich oder sind sie zu stark, so sollten Sie uns telefonisch informieren.

Können allergische Reaktionen auftreten?
Auch hochgradige Allergiker können in der Regel ohne Risiken kieferorthopädisch behandelt werden, denn unsere Materialien sind fast ausnahmslos antiallergen. Nebenwirkungen sind daher nicht zu befürchten. Als Allergiker sollten sie uns jedoch vor Behandlungsbeginn auf das Thema ansprechen.

Zahnspange Probleme
Tipps für den Zahnspangen-Notfall

In der Kieferorthopädie gibt es zum Glück kaum echte Notfälle. Daher reicht es im Normalfall vollkommen auf, unsere untenstehenden Tipps und Hinweise zu befolgen.
Trotzdem bitten wir Sie, uns baldmöglichst anzurufen, wenn irgendetwas nicht in Ordnung ist, um unnötige Verzögerungen während der Behandlung zu vermeiden.

Erreichen können Sie uns in der Praxis während den Sprechzeiten unter der Telefonnummer:

0 70 21 - 48 34 48

Ist die Praxis nicht besetzt, können Sie in dringenden Fällen den zahnärztlichen Notdienst anrufen:

07 11 - 78 777 55
Loses Bracket bei fester Zahnspange

Feste Zahnspange: Notfall

Ein Bracket oder der Zahnspangendraht ist lose!

Brackets werden mit einem speziellen Kleber auf die Zähne geklebt. Dieser Verbund ist zwar sehr stabil, bei Spitzenbelastungen (z. B. Kirschkern, Brot mit harter Rinde …) können sich die Brackets jedoch vom Zahn lösen. In einem solchen Fall sollten Sie möglichst bald einen Termin mit uns vereinbaren, da sonst die Behandlungszeit unnötig verlängert würde. Wenn das lose Plättchen stören sollte, darf es vorsichtig entfernt werden. Alternativ kann es mit Wachs oder zuckerfreiem Kaugummi abgedeckt werden.

Loser Bogen bei fester Zahnspange

Der Draht piekst bei meiner festen Zahnspange!

Sollte bei einer festen Spange ein Draht pieksen, so können Sie versuchen diesen mit einem stumpfen Gegenstand (z.B. Löffelende) neu umzubiegen. Sollte dies nicht ausreichen um die Beschwerden zu mildern, darf der Draht z. B. mit einem Nagelknipser gekürzt werden. Alternativ kann die Stelle eventuell mit Wachs oder zuckerfreiem Kaugummi abgedeckt werden.

Herausnehmbare Zahnspange gerissen

Lose Zahnspange: Notfall

Was ist bei einer gebrochenen herausnehmbaren Zahnspange zu tun?

Wenn eine herausnehmbare Spange bricht, sollte diese wenn möglich bis zum nächsten Besuch bei uns weiter getragen werden. Scharfe Kanten können mit einer Nagelfeile geglättet werden. Da wir einen eigenen Zahntechniker im Haus haben, können Reparaturen dieser Art in nur einer Stunde erledigt werden.

Invisalign-Schiene gerissen

Invisalign: Notfall

Was mache ich bei einem Riss in der Invisalign-Schiene?

In seltenen Fällen kann es vorkommen, dass eine Invisalign-Schiene leicht einreißt. Wenn der Riss nur 2-3 mm lang ist, kann die Schiene problemlos weiter getragen werden. Sie sollten dann beim Herausnehmen der Schiene besonders vorsichtig sein und an der gegenüberliegenden Seite mit dem Herausnehmen beginnen, damit sich der Riss nicht vergrößert.

Ich habe meine Invisalign-Schiene verloren / Sie ist kaputt gegangen!

Sollte eine Schiene komplett kaputt oder verloren gehen, so kann unter Umständen die nächste Schiene eingesetzt werden. Dies ist immer dann problemlos möglich, wenn sowieso in den nächsten Tagen ein Schienenwechsel notwendig gewesen wäre. Wenn dies nicht möglich ist, so muss unbedingt die vorhergehende Schiene wieder eingesetzt werden, um unnötige Verzögerungen während der Behandlung zu vermeiden.

Die Invisalign-Schiene lässt sich schwer oder gar nicht einsetzen!

Es kann beim Einsetzen einer neuen Schiene vorkommen, dass eine relativ große Kraft aufgewendet werden muss, um die neue Schiene einzusetzen. Dies ist normal. Sollten Sie die neue Schiene gar nicht einsetzen können, so tragen Sie bitte die alte weiter und kontaktieren uns.

Was mache ich bei Zahnspangen-Notfällen im Urlaub?

Wenn Sie einen kleinen Notfall haben während Sie selber im Urlaub sind, haben wir Ihnen hier „Kieferorthopäde“ in diverse Sprachen übersetzt – damit Sie wissen, wo Sie Hilfe finden können:

  • Arabisch:
    مقوم الأسنان المعوجة
  • Chinesisch:
    牙齿矫正
  • Dänisch:
    kaebeortopedi
  • Englisch:
    Orthodontist
  • Französisch:
    Orthopedie dentofaciale
  • Griechisch:
    Ορθοδοντικός
  • Italienisch:
    Ortodonzia
  • Japanisch:
    歯科矯正医
  • Koreanisch:
    치열 교정 의사
  • Rumänisch:
    Mandibula Ortoped
  • Russisch:
    ортодонт
  • Schwedisch:
    Kaekortopedi
  • Spanisch:
    Ortodoncia
  • Türkisch:
    çene kemiği ortopedisi
  • Tschechisch:
    ortodontistou
Zahnspange im Urlaub
Grammapedia

Die Antworten zu den häufigsten Fragen und weiteres Wissenswertes finden Sie im Grammapedia. Oder Fragen Sie direkt die Docs.
Sie suchen etwas Bestimmtes? Dann können Sie auch unsere Suche verwenden